Die FWG hat im Juni 2009 erneut über die gemeinsame Arbeit im Rat entschieden und folgende Schwerpunkte für die nächsten Jahre politische Tätigkeit vorgesehen:
Umwelt/ Energie
Wir treten für ein umfangreiches Energiesparen in den öffentlichen Gebäuden der Gemeinde ein.
Wir unterstützen jede Form umweltschonender Energiegewinnung, z. B. dezentrale Anlagen im Biogas- und Brennstoffzellenbereich und Kraft-Wärme-Kopplung.
Wir wenden uns gegen alle Unternehmungen und Maßnahmen mit gesundheitsschädlichen oder umweltschädigenden Auswirkungen. Hierzu gehören insbesondere Deponierungen oder Feuerungsanlagen, die mit belasteten Abfallstoffen betrieben werden können.
Wir sind strikt gegen eine Verbrennung von Müll im Kohlekraftwerk Weisweiler.
Sowohl Römerpark als auch das angrenzende Landschaftsschutzgebiet wollen wir in der jetzigen Form erhalten.
Bildung / Kinder / Jugend
Wir unterstützen die Initiative des Bundes und des Landes NRW, die Zahl der U3-Plätze auszubauen. Wir halten es zusätzlich für notwendig, dass mehr Geld in die Betreuung der Kinder (Erzieher/Erzieherinnen) gesteckt wird und nicht nur bauliche Maßnahmen gefördert werden.
Wir unterstützen den Ausbau der Ganzstagesangebote an allen Schulen in der Gemeinde. Uns ist ebenso die Integration von behinderten Kindern in die aktuellen Schulformen wichtig.
Kinder bedeuten Zukunft und brauchen Helfer. Deshalb unterstützt die FWG nachhaltig Bildung und Förderung sowie Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche.
Es hat sich gezeigt, dass der Bedarf für Gesamtschulen zunimmt. Die FWG hält es für notwendig, eine Diskussion über die Schulentwicklung im Nordkreis zu führen und hierbei das Thema Gesamtschule zu validieren.
Wir würden eine gemeinsame Initiative zur Koordinierung der Jugendarbeit begrüßen, die "runden Tisch", Schulen und andere Einrichtungen zusammenbringt.
Finanzen und Wirtschaft
Der Traum von einem neuen Rathaus ist bei der aktuellen Finanzlage mit uns nicht machbar. Wir machen uns stattdessen für eine sinnvolle und kostengünstige Sanierung stark, durch die die Gemeindekasse langfristig entlastet wird. Natürlich sind die größten Energieverschwender der Gemeinde zuerst zu sanieren.
Wir fordern und unterstützen nachhaltiges Energiesparen in öffentlichen Gebäuden durch Sanierung oder andere Maßnahmen, die die Gemeindekasse umfangreich entlasten. Schon kleinste Investitionen (z.B. Thermostatventile) können zu großen Einsparungen führen.
Wir fordern, dass die Kreisumlage sinkt und die Gemeindekasse hierdurch maßgeblich entlastet wird. Luxus- und Prestigeobjekte, Währungsspekulationen des Landrates, das GWS-Desaster sowie die undurchsichtigen Miet- und Kaufverträge bzgl. der Kreisimmobilien auf Kosten der Gemeinden müssen ein Ende haben. Wir werden versuchen, mit Hilfe der Unabhängien Wähler des Kreises Düren (UWG) hier einzugreifen.
Wir unterstützen die Ansiedlung von umweltverträglichen Industrie- und Gewerbebetrieben. Zudem fordern wir bei der Auswahl neuer Betriebe auch eine verstärkte Ausrichtung auf innovative Technologien, Dienstleistungen, Forschung und Entwicklung.
Wir unterstützen den aktiven politischen Austausch mit den Gemeinden des Kreises und insbesondere unseren direkten Nachbarkommunen.
Leben in den Aldenhovener Orten
Wir halten es für wichtig, dass die Wasserversorgung der Bürger auch in Zukunft in der Kontrolle der Gemeinde verbleibt, ebenso wie die hierzu notwendigen Entsorgungsnetze. Eine vollständige und unkontrollierte Privatisierung und Gebührenfestlegung, wie von der CDU vorgeschlagen, lehnt die FWG ab.
Wir unterstützen das Ehrenamt, und die ehrenamtliche Tätigkeit sehen wir als einen Grundpfeiler unseres Gemeindelebens. Wir begrüßen daher Initiativen, Ehrenamtler zu unterstützen oder hervozuheben.
Die Umgestaltung der Landschaft durch den Braunkohlentagebau hat auch einen positiven Effekt: Die Freizeitgestaltung gewinnt hierdurch für die Gemeinde auch als Wirtschaftsfaktor an Bedeutung. Im Hinblick auf die hohe Akzeptanz des Blausteinseegebietes sehen wir auch für unsere Gemeinde ein Potential bei der Nutzung der neuen Flächen des Tagebaus Inden.
Die FWG unterstützt die angelaufenen Überlegungen und Ideen für die Gestaltung und Vermarktung einer weiträumigen Wasser- und Freizeitlandschaft sowie die landschaftsschonende Ansiedlung entsprechender Freizeiteinrichtungen. Eine weiträumige, grüne Anbindung der Gemeinde Aldenhoven an diese zukünftige Indelandschaft ist für uns ein wichtiges Entwicklungsprojekt.