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Willkommen auf den Webseiten der
Freien Wählergemeinschaft Aldenhoven - FWG -. Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen aktuelle Themen vor, informieren Sie über unsere Arbeit im Rat und die Dinge, die Sie als Bürger der Gemeinde betreffen. Unter der Seite Wissenswertes können Sie weitere Informationen aus den letzten Jahren finden.

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21.06.10



Rathaussanierung kann jetzt starten. Umbau für dieses Jahr geplant.


In der letzten Ratssitzung haben wir abschließend alle Weichen für die Sanierung des Rathaus gestellt und die Aktivitäten für die Neubauplanung beendet. Nach später Vorlage des Gutachtens konnten auch die letzten Zweifel widerlegt werden, dass es substantielle Probleme mit dem Rathausgebäude gibt.

Das Gutachten hat gezeigt, dass eine Sanierung sinvoll ist und die Substanz des Gebäudes im Kellerbereich keine schweren Mängel aufweist. Damit wurde die Behauptung des CDU Fraktionsvorsitzenden Paffen wiederlegt, für eine Trockenlegung des Kellers seien eine halbe Million Euro notwendig. Auch das angeblich einsturzgefährdete Treppenhaus erweist sich nur als ein Riss, der zur Vermeidung von Feuchtigkeitsschäden geschlossen werden soll.

Die Gemeinde hat aktuell aber nur ca. 450 TEUR aus den Konjunkturpaket II Mitteln zur Verfügung, um im Rathaus Sanierungen vorzunehmen. Dies führt dazu, dass mit den Maßnahmen begonnen wird, die eine Gefährdung bedeuten oder eine Gesundheitseinschränkung für die Mitarbeiter darstellen. Hierzu gehören eine neue Elektrik sowie neue Sanitärinstallationen. Ebenso haben wir uns für die Einrichtung eines Bürgerbüros im Erdgeschoss ausgesprochen, um die Abläufe im Haus zu vereinfachen, Kosten zu senken und den Bürgern der Gemeinde eine Anlaufstelle zu bieten. Anschließend wird die energetische Sanierung vorgenommen.

Wünschenswert ist natürlich eine Unterschreitung der grob kalkulierten Sanierungskosten. Wir hoffen, dass in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro, der Verwaltung und den Handwerkern bezüglich der veranschlagten Kosten noch Verbesserungen erzielt werden können.

Wir werden alle Sanierungs- und Umbaumaßnahmen auf den Verwaltungstrakt konzentrieren. Da alle Arbeitsplätze zukünftig in diesem sanierten Gebäude sein werden, können wir auf ein teures Heizen der Büros im Anbau unter dem Ratssaal verzichten und sparen somit wieder Energie und Geld. Mittelfristig stellen wir eine weitere Nutzung des aktuellen Ratssaals in Frage. Durch freiwerdende oder leerstehende Flächen im Verwaltungsgebäude würde z.B. eine spätere Nutzung der zweiten Etage als Ratssaal eine weitere Option zur Einsparung von Energie- und Instandhaltungskosten darstellen.


15.05.10



Mögliche Finanzhilfe und freiwillige Leistungen hängen vom Sparen der Gemeinde ab.


Die Gemeinde Aldenhoven wird in 2010
mehr als 40 Millionen Euro Schulden haben. Diese setzen sich aus langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von ca. 14,3 Millionen Euro sowie Kassenkrediten in Höhe von 26,5 Mio Euro zusammen. Die Verschuldung der WOGA in Höhe von fast 6 Mio Euro ist dabei noch nicht berücksichtigt und würde die Verbindlichkeiten auf insgesamt 46 Mio Euro erhöhen.

Prekär an dieser Situation ist nicht nur die Höhe, sondern auch die Zinsbelastung von aktuell ca. 1,3 Mio Euro. Das mittelfristig mit einem Anstieg der Zinsen gerechnet werden kann, ist fast jedem klar. Damit wird sich die Zinslast in dennächsten Jahren drastisch nach oben bewegen.

Hingegen soll die Gemeinde in diesem Jahr ca. 8,8 Mio Euro an Steuern und Abgaben einnehmen. An den Kreis (Kreis- und Jugendamtsumlage) müssen wir aber fast 10 Mio Euro abführen, d.h. der
Kreis erhält sämtliche Steuer- und Abgabeneinnahmen der Gemeinde Aldenhoven. Trotzdem fehlen noch immer ca. 1 Mio Euro, um die Forderungen des Kreises zu begleichen.

Unverständlich ist daher, dass der Kreis für die Kommunen keine Entlastungen vorsieht, sondern stattdessen die Kreismehrheit das Geld so selbstverständlich ausgibt, wie wir uns vor Ort das Geld bei den Banken leihen müssen. Mit dem Entwurf eines Doppelhaushaltes nimmt man sich außerdem noch die Chance, in 2011 auf die aktuell unruhigen Zeiten flexibel reagieren zu können.

Eine Möglichkeit, diesen über viele Jahre aufgebauten Schuldenberg aus eigener Kraft abzubauen ist nicht möglich. Darüber hinaus bleibt offen, ob Finanzhilfen für überschuldete Städte und Gemeinden jetzt nach der Landtagswahl tatsächlich kommen. Andeutungen des bisherigen NRW-Finanzministers Linssen bzgl . einer dreistelligen Millionenhilfe (23.04.2010 bei einem Gespräch mit dem Aktionsbündnis "Raus aus den Schulden") und des NRW-Regierungspräsidenten sind nach der Landtagswahl nicht als verbindlich anzusehen. Falls eine Unterstützung kommen wird, soll eine Finanzhilfe aber nur möglich sein, wenn aktives Sparen stattfindet.

Da Aldenhoven nach dem bisherigen Erkenntnisstand
in den nächsten Jahren keinen Haushaltsausgleich erreichen kann, müssen wir vorrangig versuchen, eine Genehmigung für die Ausgabe von freiwilligen Leistungen zu bekommen. Hierzu gehören z.B. die viel zitierten Zuschüsse an Vereine oder die Pflege unserer Grünanlagen. Eine Genehmigung ist nur erreichbar, wenn umfangreiche Sparmaßnahmen initiiert werden, die in diesem und in den nächsten Jahren einer Prüfung durch die Aufsichtsbehörden in Kreis und Land standhalten. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass jede Maßnahme von den Aufsichtsbehörden einzeln kontrolliert, genehmigt oder in Frage gestellt wird.


17.03.10



Überlegungen zur Schulentwicklung für den Nordkreis müssen noch ergebnisoffen sein


Zur Zeit platzieren sich die beiden großen Parteien bei der Landtagswahl auch im Nordkreis mit Aussagen zur zukünftigen Nordkreis-Schulentwicklung. Bedingt durch die vielen Presseveröffentlichungen kann man den Eindruck gewinnen, es geht nur noch für oder gegen eine Gesamtschule. Diese Aussagen sind ebenso verfrüht und einseitig, wie eine Festlegung auf Standorte oder Neubauten.

Fakt ist, dass eine breite Diskussion erst begonnen werden muss. Zu berücksichtigen sind in der Diskussionen z.B. folgende Punkte

  • Es gibt gut funktionierende Gymnasien, Real- und Hauptschulen in Inden, Aldenhoven, Titz und Jülich.
  • Die Schülerzahlen nehmen in den nächsten Jahren drastisch ab.
  • Es gibt eine ausreichende Zahl an Schulgebäuden, die auch in der Zukunft existieren.
  • Viele Eltern möchten Ihre Kinder auf eine Gesamtschule schicken, werden dort aber abgelehnt oder müssen weite Fahrtwege in Anspruch nehmen.


Daneben gibt es Auffälligkeiten, die nicht nur unser regionales Gebiet betreffen. Die Hauptschulen übernehmen verstärkt eine Auffangfunktion, die sich aus der immer weiter auseinandergehenden Schere zwischen den Sozialschichten ergibt. Eine solche Funktion muss in Zukunft weiter ausgebaut werden. Ebenso ist der Bedarf an Gesamtschulplätzen seit der G8 Reform gestiegen. Ein Grund kann darin liegen, dass an den Gesamtschulen weiter G9 praktiziert wird. Ob sich hieran etwas ändet, wenn die Lehrpläne für G8 ausgedünnt werden, bleibt offen.

Um sich nicht zu verzetteln und voranzukommen werden wir uns als FWG im Rahmen eines runden Tisches der beteiligten Kommunen für folgenden Weg einsetzen:

Zuallererst sind die Fakten (z.B. Schülerzahlen, Bevölkerungsentwicklung, Über-/Unterdeckung von Plätzen, etc.) zusammenzuführen. Ohne diese Fakten sind alle Aussagen nur Spekulation.

Zusätzlich sollten alle Nordkreiskommunen über mögliche weitere Schulformen oder Mischmodelle gemeinsam informiert werden.

Und schließlich ist die Landtagswahl abzuwarten, aus der mit der Landesgesetzgebung die Rahmenbedingungen für weitere Maßnahmen hervorgehen. So hat z.B. die Landesregierung von Ministerpräsident Rüttgers im Dezember 2009 die Einrichtung von weiteren Gesamtschulen in NRW als Ganztagesschulen untersagt.

Mit Fakten kann dann eine zielorientierte Diskussion geführt werden, die insbesondere die Eltern und Schulvertreter einbindet. Hierbei ist natürlich auch zu berücksichtigen, dass zukünftig gut erreichbare Schulen für die Ortschaften der Gemeinde Aldenhoven einen wirtschaftlichen Faktor darstellen.

11.02.10



Kreis- und Jugendamtsumlage reißen die Kommunen in den nächsten Jahren in den Abgrund - Wie werden sich die lokalen Kreistagsabgeordneten verhalten ?


Die sich seit langem anbahnende Finanzmisere des Kreises ist nun offensichtlich. Die Kreisumlage soll dieses Jahr von 37,5 auf 41 Prozentpunkte und 2011 von 41 auf 48 Prozentpunkte erhöht werden. D.h. insgesamt ist eine Erhöhung von 10,5 Prozentpunkte geplant. Eine noch umfangreichere Steigerung wird es bei der Jugendamtsumlage geben. Wir gehen davon aus, dass die zusätzliche Belastung für Aldenhoven über 1 Million Euro liegen wird.

Auch wenn viele Ursachen der steigenden Ausgaben in den Bundes- und Landesentscheidungen liegen, die immer wieder die Ausgaben auf die Kommunen verlagern, selber aber die Einnahmen behalten, ist die Argumentation des Landrates, das HSK für den Kreis vermeiden zu wollen, eine einseitige Betrachtungsweise.

Mit diesem Ziel werden stattdessen die Kreiskommunen in das HSK getrieben. Hieraus ergibt sich eine mögliche Begründung für dieses Ziel: Anstelle die Kreativität der lokalen Gemeinden und deren Eigenverantwortung zu stärken ist es nun möglich, die lokalen Räte und Verwaltungen zu entmachten und die zukünftigen Entscheidungen nur noch über den Kreis zu treffen und die Kommunen zahlen zu lassen. Im Rahmen eines immer größer werdenden Verlustes an Mehrheiten bei der bisher regierenden Kreis-CDU ein durchaus erstrebenswertes Ziel, allerdings auf Kosten aller Gemeinden im Kreis Düren.

Daneben befindet sich das Land wieder im Wahlkampf, soll doch im Mai der neue Landtag und der neue Ministerpräsident gewählt werden. Das damit das Ausgeben des nicht vorhandenen Geldes wieder im Vordergrund steht scheint bis zur Wahl niemanden zu stören.

Aus unserer Sicht wäre es jetzt Zeit, als Kreis stellvertretend für die Kommunen auf die Barrikaden zu gehen. Hier könnte der Kreis mal eine unpopuläre aber sinnvolle Funktion übernehmen, indem er die Notwendigkeit einer Gemeindefinanzreform fordert und direkt die passenden Vorschläge macht. So ist z.B. in Frage zu stellen, ob nicht jetzt die beste Zeit ist, die Zahl der Verbände an die Gelder abgeführt werden, zu reduzieren und die Aufgaben dieser auf andere Bereiche zu verteilen. Auch sollte angestrebt werden, dass Kommunen mindestens soviel Geld erhalten oder erwirtschaften können, wie Pflichtausgaben auf diese abgewälzt werden.

Letztendlich sind alle Spekulationen über die weitere Vorgehensweise abhängig von den Kreistagsmitgliedern, die hier eine Entscheidung treffen müssen. Und diese kommen aus den lokalen Kommunen, deren Möglichkeiten durch diesen Haushaltsentwurf zukünftig so drastisch eingeschränkt werden sollen.

Also kann man diese nur bitten gut nachzudenken, ob ihnen ihre Kommune oder die Kreispartei näher steht.

11.02.10



Nachteile für Braunkohletagebaugeschädigte beseitigen


Mit der Wanderung der Tagebaugebiete ist auch das Risiko der Schäden durch diese Abbaumethode deutlich gestiegen. So hat der geologische Dienst NRW bereits festgestellt, dass die Risikozonen um den Tagebau Gartzweiler sowohl Viersen als auch die Außenbezirke von Düsseldorf tangiert. Anwohner müssen hier mit Rissen im Mauerwerk und feuchten Kellern rechnen. Betroffen sind in allen Tagebaugebieten insbesondere die direkt angrenzenden Kommunen, wie Aldenhoven und Niederzier im Bereich Tagebau Inden.

Im Gegensatz zu Schäden im Untertagebau müssen Geschädigte des Tagebaus dem Betreiber die Schädigung nachweisen. Diese fast unmögliche Aufgabe lässt sich nur durch umfangreiche Gutachten bewerkstelligen, für die der Geschädigte selber aufkommen muss.

Mit einer Veränderung der Tagebauausdehnung sowie der in unserem Gebiet zunehmenden Erhöhung der Grundwasserspiegel ist davon auszugehen, dass in Zukunft eine Zunahme an Schäden durch den Tagebau eintreten wird. Um hier die Gemeinde und die Bürger zu entlasten plädieren wir dafür, die Beweislast wie beim Untertagebau (Steinkohle) auch im Braunkohletagebau vorzusehen. D.h. dann müsste der Betreiber nachweisen, dass eine Schädigung nicht durch ihn verrsacht wurde.

In Hambach wurde das revierweite "Netzwerk Bergschäden" ins Leben gerufen, welches das Ziel hat, das Bundesberggesetz zu ändern, um Schäden bürgerfreundlichger regulieren zu können. Eine Vielzahl von Anwälten, Sachverständigen und Bürgerinitiativen aus dem lokalen Braunkohlegemeinden haben sich bereits zusammen gefunden, um eine Verbesserung der Gesetzeslage zu erreichen.

Die Ungleichbehandlung der Braunkohletagebaugeschädigten wurde bereits von der Landesregierung erkannt. In einem ersten Schritt hat sie einen Unterausschuss eingerichtet, der versucht das Thema zu lösen. Nach Aussagen vom Landtagsabegrodneten Wirtz soll es hier bereits im Frühjahr 2010 eine Verbesserung geben, die allerdings noch nicht eine Gleichstellung beinhaltet. Die ursprünglich von der Landesregierung eingesetzte Schlichtungsstelle wurde ausschließlich für den Steinkohlebergbau eingerichtet. Würde man diese Stelle auf den Braunkohletagebau erweitern, wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung getan.

Im folgenden finden Sie den Wortlaut der Resolution an die Landesregierung, die bereits in Linnich und Jülich vom Rat verabschiedet wurde. Der Aldenhovener Rat hat diese mit den Stimmen der neuen Mehrheit verabschiedet:

"Resolution zur Besserstellung von Tagebau-Geschädigten

Die Gemeinde Aldenhoven fordert die Landesregierung und den Bergbautreibenden auf, die neu eingerichtete Schlichtungsstelle für Bergbauschäden durch untertägigen Steinkohleabbau auch auf den Braunkohleabbau im Rheinischen Revier auszudehnen.

Nach wie vor ist die Rechtslage für Bergbaugeschädigte aus dem Tagebau eine andere als beim Steinkohleabbau. Die Beweislast mit oft nicht zu kalkulierenden finanziellen Folgen liegt beim Geschädigten, während es im Untertagebau eine umgekehrte Beweislast gibt. Die nunmehr eingerichtete Schlichtungsstelle bietet die Möglichkeit der Gleichbehandlung.

Wir, die Unterzeichner dieser Resolution fordern die zuständigen Behörden und Betreiber darüber hinaus auf, die rechtliche Gleichbehandlung der durch Tagebau oder Untertagebau Geschädigten einzurichten und dauerhaft zu garantieren.“

26.12.09



Zukünftige Schulentwicklung muss jetzt geplant werden


In der Gemeinde Aldenhoven ist mittlerweile bei den Kindergartenplanungen deutlich erkennbar, dass die Zahl der Kinder drastisch abnimmt. Es ist logisch, dass sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren auch in den Grundschulen und den weiterführenden Schulen abzeichnet. Durch die Reduktion der Schülerzahlen in den kommenden Jahren werden die Kommunen vor zwei Aufgaben gestellt. Zum einen stellt sich die Frage, was mit den Gebäuden geschehen soll, für die der Bedarf abnimmt. Zum anderen ist sicherzustellen, dass die Kinder nach wie vor ein gutes Schulangebot möglichst in der Nähe des Wohnortes vorfinden.

Hierzu sind die vorhandenen Schulformen dort auszubauen oder zu erhalten, wo Bedarf existiert oder neue Schulformen anzubieten, wo bisher weiße Flecken sind und die Eltern einen umfangreichen Bedarf anmelden. Dabei wird die Entwicklung des Schulangebotes in Zukunft nur noch funktionieren, wenn Angebot und Nachfrage überregional betrachtet werden. Hierzu gehören auch die Entwicklung der bisherigen Gymnasien, Haupt- und Realschulen in unserem Nordkreisgebiet. So verbringen bereits heute viele Kinder längere Zeit in Schulbussen, um z.B. zu einer entfernten Gesamtschule zu fahren, die in unserem Gebiet fehlt.

Diese laufenden Diskussionen werden zusätzlich durch lokale Entwicklungen hervorgehoben, wie die Diskussion über die Schulentwicklung in Linnich und Jülich zeigen. Wir als Aldenhovener wollen und müssen uns aktiv an dieser Diskussion und der Gestaltung einer zukünftigen Schullandschaft beteiligen. So halten wir den Schulstandort Aldenhoven für eine sehr wichtige Basis für die Weiterentwicklung unserer Gemeinde.


Die FWG unterstützt daher aktiv den neuen Arbeitskreis der Gemeinden und Städte Linnich, Jülich, Titz und Aldenhoven, um einen gemeinsame Schulentwicklung in unserer Region voranzubringen und die lokalen Interessen zu vertreten. Wichtige Partner hierbei sind aus unserer Sicht, neben den Schulen, die Eltern, deren Bedarf maßgeblich für das zukünftige Angebot sein soll. Wenn Sie sich hier einbringen wollen oder Anregungen haben, dann sprechen Sie uns direkt an.


20.12.09



Erst Steuern erhöhen, dann sparen ?


Die bisherige Mehrheit und der parteilose Bürgermeister wollten am 17.12.2009 im Rat die Hebesätze der Grund- und Gewerbesteuern erhöhen. Dabei haben bis heute noch keine Einsparungen stattgefunden. Ganz im Gegenteil, es wird noch immer versucht, den Rathausneubau durchzusetzen, obwohl die Kassen leer sind. Und das über Steuererhöhungen ?

Die FWG sagt: So geht das doch nicht. Auch wenn Steuererhöhungen ein Mittel zur Steigerung der Einnahmen sind, müssen wir doch
zuerst einmal die Ausgaben auf den Prüfstand stellen. Dieses wird doch seit Monaten besonders vom Bürgermeister und der Kommunalaufsicht gefordert.

Mit dieser Entscheidungsvorlage im Rat sollte also der zweite Schritt vor dem ersten gemacht werden. Während Bund und Länder sowie Kreis uns immer mehr Kosten (Umlagen) aufbürden, sollen wir jetzt noch voreilig unsere wenigen Einnahmequellen überstrapazieren.
Das ist kontraproduktiv und nicht im Sinne der Bürger und Gewerbetreibenden der Gemeinde. Übrigens hat auch die Stadt Linnich darauf verzichtet, die Steuern zu erhöhen, um die Belastung des Gewerbes und der Bürger stabil zu halten.

Die bisherige Mehrheit hat die aktuelle Finanzmisere mit verursacht, bisher aber nichts dagegen unternommen. Nun mit lautem Getöse Steuererhöhungn zu fordern oder mit willkürlichen Einsparungen bei Vereinen zu drohen halten wir nicht für zielführend. Ein wenig mehr Sensibilität und Interesse an Aldenhoven hätten wir erwartet.

Übrigens hat die Regierung Merkel mit den Ländern vor einigen Tagen ein umfangreiches Entlastungepaket für Bürger und Unternehmen verabschiedet. Da kann man nur fragen, warum sich die bisherige Mehrheit in Aldenhoven von den Parteifreunden in Bund und Ländern so weit entfernen.

20.12.09



Haushaltsdefizit im nächsten Jahr auf 5 Mio Euro geschätzt - Will die CDU hierfür keine Mitverantwortung übernehmen ?


In einem Sachstandsbericht zur Haushaltslage in der Gemeinde hat der Kämmerer in der Ratssitzung im November 2009 die Prognosen für 2009 dargelegt und einen Ausblick auf 2010 gegeben. Dabei sind erhebliche Einbußen bei Einkommen- und Gewerbesteuer abzusehen. Ebenso werden die Zuschüsse des Landes deutlich geringer ausfallen als bisher angenommen. Der Kämmerer geht für 2009 von 3,5 Mio Euro Defizit aus. Dies bedeutet eine Verschlechterung zur Planung von 1,3 Mio Euro, wobei die Haushaltssperre hier schon eingeflossen ist. Im nächsten Jahr wird von einem Defizit von ca. 5 Mio Euro ausgegangen.

Seit Jahren hat die FWG versucht, die CDU Mehrheit davon zu überzeugen, dass rechtzeitig gegengelenkt werden muss. Mit der Einführung des neuen kommunalen Finanzmanagements (NKF), durch die Ausgleichsrücklage sowie Kosten-/Einnahmenverschiebungen in andere Haushaltsjahre war es aber immer wieder der alten Mehrheit im Rat gelungen, den Krankheitszustand zu verharmlosen.

Mit einer erwarteten Verschuldung von 5 Mio Euro ist jetzt das Resultat nicht mehr zu verstecken.

Mit dem Anspruch eine gebündelte finanzielle Kompetenz zu besitzen, geht die CDU seit Jahren hausieren. Die finanzielle Lage spricht eine deutlich andere Sprache ! Sich ausschließlich darauf zu beschränken, jedes Jahr den Wettbewerb „Wer macht die meisten Vorschläge“ und "Wer ist hier am schnellsten" zu führen, ergab keine Lösungen sondern nur Verunglimpfungen des politischen Gegeners.

Nach den Jahren des Nichthandelns können wir sehen, dass auch durch die großen Belastungen von Bund und Ländern unser Spielraum nur noch sehr klein ist.

Wir akzeptieren bei der Finanzlage der Gemeinde die angekündigte Oppositionsrolle der CDU nicht, um sich hier aus der Verantwortung zu ziehen. Ganz im Gegenteil erwarten wir, dass die alte Mehrheit die notwendigen und unbequemen Einsparungen einbringt, den Haushalt mitträgt und den Bürgern die Gründe für die Sparmaßnahmen erläutert. Da sie jahrelang dieser Pflicht nicht nachgekommen ist, sollte sie jetzt ihre Verantwortung auch übernehmen.

Dazu gehört auch, dass insbesondere Konjunkturpaket II Gelder sinnvoll und vorausschauend eingesetzt und innovative und zukunftsträchtige Projekte auf den Weg gebracht werden.

Die mit Getöse (insbesondere zu Wahlkampfzeiten) angekündigten Großprojekte kommen nicht von der Stelle. Während versucht wird, die wenigen Aachener Forscher auf der neuen ATC Strecke in Siersdorf als wirtschaftliche Innovation für Aldenhoven darzustellen, hat man vom Investor des Autohofes nichts mehr gehört. Ziel muss jetzt sein, hier andere Interessenten an Land zu ziehen, um diesen Standort schnell zu entwickeln. Das wird nur funktionieren, wenn offen kommuniziert und Profilierungssucht ausgeschlossen wird. Hierbei sollte eine breite Mehrheit im Rat an einem Strang für Aldenhoven ziehen.

20.11.09



Rathausneubau eine selbsterfüllende Prophezeiung ?


- Glauben wir nicht, aber die Suche nach Argumenten hat wieder begonen -

Vor einem Jahr wurde von der damaligen Mehrheit CDU, UsA und Bürgermeister die Beauftragung einer
Neubauplanung erteilt. Obwohl nur grobe Schätzungen vorlagen, in der zumindest eine Sanierung mit ca. 2 Mio Euro sowie ein Neubau mit mehr als 4 Mio Euro auf den Tisch lagen, wurde entschieden, einen Neubau zu planen (Planungskosten 50.000 Euro) !

Direkt auf den Neubau zu setzen, ohne Fakten und Zahlen zu kennen haben wir bereits im November 2008 für unseriös gehalten und plädiert, weitere Ergebnisse zu Kosten und Finanzierung abzuwarten.

Über ein Jahr wurde dem Rat von diesem Projekt nichts mehr berichtet. Stattdessen entstand der Eindruck eines
Top-Secret Vorhabens, dass unter allen Umständen zu schützen ist. Dass wenige Ratsteilnehmer hier besser informiert wurden ist vermutlich nur ein subjektiver Eindruck.

Um dieser Geheimniskrämerei ein Ende zu bereiten hatte die FWG Fraktion für die letzte Sitzung am 18. November 2009 beantragt:

  • Den Rat über den Sachstand des Gebäudes zu informieren
  • Den Planungsauftrag zu stoppen
  • Eine Zusammenfassung der Finanzmittel zu erstellen, die die Gemeinde aufbringen kann, um anschließend zu entscheiden, was machbar ist.


Zu begrüßen ist, dass der
Bürgermeister bereits von sich aus die weitere Planung unterbrochen hat, auch wenn der Auftrag hiermit nicht gestoppt ist. Nach einem sehr kurzen Sachstandsbericht und dem Beschluss, eine Mittelzusammenstellung bis zur nächstemn Ratssitzung zu verkünden werden dem Rat nun neue Nachrichten angekündigt. Es sollen andeutungsweise die Sanierungskosten drastisch nach oben wachsen und zu überraschenden Ergebnissen führen. Diese Details sowie die seit langem erwartete Wirtschaftlichkeitsberechnung sollen im Dezember folgen.

Nach dem einem Jahr Funkstille ist nun wohl jeder ein Schelm, der Ungemach befürchtet.

  • Wurden jetzt die baulichen K.O.-Kriterien gefunden, die eine Sanierung finanziell unmöglich scheinen lassen ?
  • Soll das Projekt nun mit dem Argument der Gesundheitsgefährdung kurzfristig erzwungen werden ?
  • Steht eine sinnvolle und kassenschonende Finanzierung ab sofort im Hintergrund, da Einsturzgefahr herrscht ?
  • Haben sich die seit Jahren bekannten Kellerbiotope nach der Wahl schneller ausgedehnt und sind nicht mehr zu stoppen ?


Es steht außer Frage, dass die Arbeitsbedingungen für die Verwaltungsmitarbeiter teilweise unzumutbar sind. Eine Abhilfe und schnelles Handeln sind hier ebenso erforderlich, wie die langfristige Planung, welche grundlegende Lösung am sinnvollsten ist. Hierfür haben wir bereits
Geld aus dem Konjunkturpaket II zurückgelegt.

Wir plädieren weiter dafür,
erst alle Fakten inkl. Finanzierungsmöglichkeiten auf den Tisch zu legen, um nach anschließenden Diskussionen eine vernünftige Entscheidung treffen zu können. Hierzu gehört insbesondere die desolate Haushaltslage. Bis jetzt stellt sich die Sanierung als die kostengünstigere Variante dar. Wenn sich zukünftig Sanierungsvarianten als zu teuer erweisen, werden wir im Rahmen der Möglichkeiten handeln müssen. Hierfür wollen wir keine Kreditrahmen ausschöpfen, die möglicherweise Sanierungen und Instandhaltungen in den Schulen einschränken.

Wichtig ist, dass die jetzt auftauchenden Erkenntnisse nicht nur dazu dienen sollen, die voreilige Planungsbeauftragung des Rathausneubaus nachträglich zu legitimieren und einen Neubau zu erzwingen. Hoffentlich kommt dann niemand auf die Idee, das Rathaus zwischenzeitlich unter Denkmalschutz stellen zu lassen.


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